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Animationseffekte PowerPoint

Faszinierende Präsentationen durch Morphen

Redaktionteam Cleverslide
bestehend aus Microsoft-zertifizierten PowerPoint-Experten

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PowerPoint Morphen als faszinierenden Animationseffekt

Wirklich attraktive Präsentationen kommen nicht ohne animierte Folienübergänge aus. Es sieht nicht nur besser und professioneller aus, es sorgt auch für eine gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit und vermittelt die Inhalte besser.

Allerdings ist dabei auch Vorsicht geboten, denn zu viel Animation sieht manchmal nach Spielerei aus und kann auch stören. Deshalb solltest du sparsam mit Animationseffekten umgehen und sie nur dann anwenden, wenn die Animation einen Effekt beim Betrachter auslöst, bestimmte Schwerpunkte hervorhebt oder eine attraktive optische Aufwertung leistet. Bei autonomen, selbstablaufenden Präsentationen, die z. B. auf Messen durch den Betrachter interaktiv gesteuert werden, können die Animationseffekte auch die Bedienung und Benutzerführung unterstützen. So wirkt die Präsentation sehr viel professioneller und der Betrachter wird gar nicht wahrnehmen, dass er eigentlich eine PowerPoint-Präsentation vor sich hat.

Der seit PowerPoint 2016 verfügbare Effekt Morphen ist ein perfektes und sehr leicht anwendbares Animationstool, das von Profis aufgrund der Einfachheit häufig verwendet wird. Als Folienübergang vereinfacht es die recht anspruchsvolle Anwendung der schon immer verfügbaren Funktionen Animationspfade oder Zoom bei den Folienanimationen. Es schafft mit wenigen Mausklicks optisch sehr eindrucksvolle Effekte: Die Elemente verändern sich in fließenden Bewegungen wie in einem Trickfilm. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie du damit ganz einfach filmreife Animationen aus deinen PowerPoint-Präsentationen erstellen kannst.

Die Grundlage: duplizierte Elemente in aufeinanderfolgenden Folien

Der Effekt Morphen animiert Elemente von Folie zu Folie, deshalb musst du die zu animierenden Elemente von Anfang an definieren und auf einer Startfolie erstellen. Das können Textbausteine, Formen, Diagramme oder Bilder sein. Eigentlich fast alles, was du mit PowerPoint erstellen kannst. In unserem Fall ist es der Laptop. So gehst du vor: 

  1. Die Startfolie duplizierst du mit Strg + Shift + D oder durch einen Rechtsklick mit der Maus auf die zu duplizierende Folie in der Folienleiste mit Auswahl von Folie duplizieren.
  2. Jetzt kannst du die Elemente auf der duplizierten Folie nach deinen Wünschen verändern und so das Ende der Animationssequenz gestalten.
  1. Im Registermenü Übergänge noch die den Effekt Morphen anklicken und die Kopie bearbeiten.

Du kannst Texte und Farben verändern, Elemente verschieben, komplett löschen oder in ihrer Größe verändern. Der Animationseffekt Morphen erstellt dir bei der Bildschirmpräsentation quasi einen Film, der mit der Startfolie beginnt und durch Animation beim Folienübergang zur nächsten Folie „gemorphed“ wird. Hört sich einfach an und ist es auch. Allerdings gibt es auch hier noch ein paar Tricks, mit denen du deine Präsentation schon beim ersten Versuch zu einem echten Hingucker machst.


Um es dir möglichst einfach zu machen, haben wir dir den Morphen Effekt in einer Arbeitshilfe dargestellt. In dieser Arbeitshilfe findest du einen tollen Effekt, mit dem du deine Bilder zum Bewegen bringst. Lade dir die Arbeitshilfe kostenlos herunter und erhalte deine eigne ansprechende Morphen-Animation.


Elemente durch Morphen „Erscheinen“ lassen

Wie oben beschrieben, müssen alle zu morphenden Elemente bereits auf der Startfolie vorhanden sein, um dann auf der Zielfolie per Morphen-Effekt animiert zu erscheinen. Wenn ein bestimmtes Element auf der Startfolie noch nicht sichtbar sein soll, kannst du es einfach im Hintergrund verstecken oder – noch simpler – außerhalb der Startfolie platzieren. So ist es bei der Bildschirmpräsentation auf der Startfolie nicht zu sehen und erscheint erst in der gewünschten Form auf der Zielfolie.

Alternativ kannst du das Element ganz klein auf der Startfolie platzieren, es wird dann auf die volle Größe „gezoomed“.

  1. Zum Verkleinern eines Elements machst du einen Rechtsklick auf das Element und wählst Größe und Position.
  2. Im rechts erscheinenden Menü wählst du dann als Höhe oder Breite 0,01 cm und setzt ein Häkchen in das Feld Seitenverhältnis sperren.

Du kannst es auf der Startfolie auch einfach mit der Maus kleiner ziehen und dann hinter einem anderen Element „verstecken“, indem du per Rechtsklick In den Hintergrund wählst.

Beim Ablauf der Präsentation erscheinen die Elemente durch Zoomen oder bewegtes Erscheinen an ihrer jeweiligen Zielposition.

PowerPoint: Mehrere Zielfolien aus einer Startfolie

Natürlich kann die Startfolie auch mehrfach dupliziert werden. Ist die Startfolie beispielsweise Folie 5, können durch das beschriebene Duplizieren die Folien 6, 7, 8 und 9 entstehen. Alle Folien zeigen die gleichen Elemente und du kannst die Duplikate nach deinen Vorstellungen verändern sowie auf alle den Folienübergang Morphen anwenden. Das Ergebnis ist eine kontinuierliche Animation von einer Folie zu nächsten.

Aus einer Folie entstehen drei Duplikate

Das Beispiel aus Abbildung 3 zeigt eine mögliche Anwendung: Aus der Startfolie 5 wurden drei Kopien angefertigt. Der Text wurde verändert und beim Bild wurde ein anderer Ausschnitt gewählt. Das geht ganz einfach über das Registermenü Format, das sich nach einem Doppelklick auf das Bild automatisch öffnet. Dort wählst du Zuschneiden und ziehst das Rechteck des Gesamtbilds einfach größer, wie in Abbildung 4 gezeigt.

Auch innerhalb eines Bildes kann über Zuschneiden ein Morphen-Effekt angewendet werden

Das Verfahren des mehrfachen Kopierens eignet sich beispielsweise ideal für die Beschreibung mehrstufiger Prozessschritte – ein häufiges Thema in Präsentationen. Die Ausgangsfolie zeigt alle vier Schritte in kleinen Boxen nebeneinander, nur die Überschriften der Schritte sind deutlich lesbar. Auf den folgenden vier Folien vergrößerst du jetzt jeweils eine andere Box, ziehst sie in die Mitte der Folie vor alle anderen und markierst sie farbig. Das Ergebnis mit Morphen-Übergang: Die Ausgangsfolie zeigt die vier Schritte nebeneinander und man kann kurz die Zusammenhänge oder Abfolge erklären. Beim Blättern zur nächsten Folie wird Box 1 animiert und erscheint groß im Vordergrund, jetzt können die Details dieses Schritts erklärt werden. Der Effekt wiederholt sich mit den anderen Boxen genauso – die Zuhörer werden begeistert sein.

Obigen Effekt erstellt PowerPoint aus Office 365 übrigens mit dem Zusammenfassungszoom fast vollautomatisch.

In Folien animiert hinein- und herauszoomen

Die oben verwendete Zoomtechnik schafft fast hollywoodreife Bildübergänge, es entstehen regelrechte „Kamerafahrten“ in ein Bild hinein oder eben heraus. Es wirkt sehr eindrucksvoll bei Landkarten oder um auf ein bestimmtes Detail in einem komplexen Foto hinzuweisen. Du brauchst lediglich unterschiedliche Zoomfaktoren auf der Start- und der (aus der Startfolie duplizierten) Zielfolie, wobei du gleichzeitig auch die Kontur oder Rahmung der Darstellung verändern kannst.

Über das oben erklärte Zuschneiden im Registermenü Format kannst du nicht nur den Bildausschnitt vergrößert darstellen, sondern auch das Format des Ausschnitts verändern. Außerdem stehen dir natürlich alle weiteren Bildbearbeitungstools zur Verfügung.

Auf der zweiten Folie wählst du jetzt den Übergangseffekt Morphen aus. Betrachte das filmreife Ergebnis in der Bildschirmpräsentation: Richtig cool ist, dass der Effekt auch beim Zurückblättern in der Präsentation funktioniert und du so mit wenig Aufwand optisch eindrucksvolle Sequenzen zaubern kannst.

Einstellmöglichkeiten beim Morphen

Um den Morphen-Effekt auszulösen, muss der Übergangseffekt jeweils bei den Zielfolien eingestellt werden. Dazu wählst du in der Registerkarte Übergänge den Effekt Morphen aus. Über die Effektoptionen stehen als weitere Auswahl Objekte, Wörter und Zeichen zur Verfügung, mit denen du den Morphen-Effekt auf bestimmte Elemente beschränken kannst. Außerdem kannst du noch die Zeit festlegen, in der das Morphen abgeschlossen sein soll.

Je nach Folieninhalt ist hier der beste optische Effekt durch Ausprobieren zu ermitteln:

Einfach auf die Startfolie gehen und mit Shift + F5 die Bildschirmpräsentation ab dieser Folie starten und den Effekt prüfen. Besonders die Zeit des Morphens sollte so gewählt werden, dass ein schöner optischer Effekt entsteht und das Publikum trotzdem nicht gelangweilt wird. Die Optionen Objekte, Wörter und Zeichen führen zu besonderen Animationen in Bezug auf die ausgewählten Elemente. Hier sind noch weitere Einstellungen möglich, deren Auswirkungen du am besten durch Ausprobieren ermittelst.

Morphen bei PowerPoint nicht abwärtskompatibel

Morphen steht erst seit PowerPoint 2016 zur Verfügung und ist nicht abwärtskompatibel. Ältere PowerPoint-Versionen zeigen stattdessen den Effekt Verblassen, womit man im Zweifel noch leben kann. Ob das Abspielen der Präsentation auf anderen Plattformen funktioniert, ist fraglich. Du solltest das vorab erst testen. Im Zweifel ist es ratsam, dass du zunächst eine Back-up-Version mit anderen Übergangseffekten erstellst.

Für eine selbstablaufende Präsentation ohne Betrachter-Interaktion gibt es aber einen Trick, um den Morphen-Effekt auf praktisch jedem Endgerät zu zeigen: Einfach die Präsentation in ein Video umwandeln und die Datei auf dem Zielgerät abspielen.

Morphen ist ein überragender Effekt und eignet sich praktisch für jede Präsentation – probiere es einfach einmal aus! Mit sehr wenig Aufwand entstehen komplex erscheinende und verblüffende Animationen von Folie zu Folie.

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